„Alles in die Cloud" war zehn Jahre die Standardantwort. Wir holen gerade Workloads zurück auf eigene Infrastruktur — und das ist kein Rückschritt, sondern eine Entscheidung.
Cloud ist grossartig für Elastizität und Time-to-Market. Aber für planbare, dauerhaft laufende Workloads in einem regulierten Umfeld kippt die Rechnung oft: Kosten werden unvorhersehbar, Datenresidenz wird zur Dauerfrage, und die Kontrolle über den eigenen Stack sinkt.
Wir betreiben unsere Plattformen auf eigenem Kubernetes (RKE2), mit CI/CD-Pipelines, die wir selbst in der Hand haben. Web-Präsenzen und interne Dienste, die jahrelang extern gehostet waren, ziehen zurück auf On-Prem.
Der Treiber ist nicht Nostalgie, sondern Compliance und Betrieb: zentrale Administration, saubere Auditierbarkeit (ISO 27001, ISAE 3402) und ein Kostenmodell, das man dem CFO erklären kann.
Das ist kein „Cloud ist schlecht". Es ist „die richtige Last am richtigen Ort". Repatriation ist eine Architektur-Entscheidung, keine Glaubensfrage.
Der Reflex sollte nicht „Cloud first" heissen, sondern „Workload first". Wo zieht ihr die Grenze?